Was gärt denn da?

20. September 2017 von
Federweißer wird am besten beim Weinhändler frisch abgefüllt. Foto: Andreas Molau

Region. September ist Federweißerzeit. Der richtige Süßegrad ist eine kulinarische Glaubensfrage.

Was haben junge Menschen und Most gemeinsam? Luther wusste schon: Ein junger Mensch muss gären. Und Most kann. Bei beiden kann es am spannendsten sein, wenn es so richtig tost und schäumt. Beim Federweißen, den es in diesen Tagen bei guten Weinhändlern der Region gibt, ist das natürlich auch der Fall. Wenn er noch ganz süß und schwer im Glas ruht, sollte man ihn für mindestens acht Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen – am besten mit einem losen Verschluss. Denn die Hefe tut ihre Arbeit in kurzer Zeit, und die entstehende Kohlensäure muss Platz haben, um zu entweichen. Danach muss er gut gekühlt werden. Sonst wird er sauer. Wann der richtige Reifegrad des Federweißen ist, das ist eine kulinarische Glaubensfrage. Zu einem guten Zwiebelkuchen sollte er aber auf jeden Fall weder zu weit noch zu frisch sein…

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