Testessen: Steakhaus Smedien mit Rinderfilet „auf den Punkt“

23. März 2018 von
Unsere Testesser besuchten das Steakhaus Smedien in Wolfenbüttel. Fotos: Marc Angerstein

Wolfenbüttel. Nach wochenlangen Betriebsferien erwischte das Küchenteam des Steakhauses Smedien, Neuer Weg 66 in Wolfenbüttel gleich die Grippewelle. Deshalb wurde unseren Testessern nur eine eingeschränkte Karte gereicht, als sie an einem der geschmackvoll dekorierten Tischen Platz nahmen. Weiße Tischdecken und Stoffservietten rechtfertigen die Preise, die durchweg als moderat zu bezeichnen sind.

Die extrovertierte und ausgesprochen freundliche Bedienung lässt nicht lange auf sich warten, erklärt die Besonderheit mit der reduzierten Speiseauswahl, die trotzdem umfangreich war: Zwei Suppen und ein Rinder-Carpaccio italienischer Art wurden als Vorspeisen angeboten und insgesamt elf rustikale Hauptgänge. Darunter eine Currywurst mit Steakhaus-Pommes und Salat für 11,00 Euro oder ein Sauerfleisch mit Tatar-Soße, Bratkartoffeln und Salat für 12,90 Euro. Es gab Schnitzel, Filetpfanne oder Grillteller. Außerdem – wir sind schließlich in einem Steakhaus zu Gast – gab es Rib Ey- oder Rump-Steaks oder Rinderfilet in unterschiedlichen Grammaturen und wählbaren Beilagen.

Als Vorspeise wählten wir die „Bullsoup“, eine wirklich kräftige Rinderkraftbrühe mit reichlich Einlage. Wohltuend in der kalten Jahreszeit, sehr gut abgeschmeckt und preislich angemessen: 4,50 Euro.

Der Hauptgang, ein 300-Gramm-Rinderfilet (28,90 Euro) mit hausgemachter Kräuterbutter (0,90 Euro), Pfannengemüse (4,50 Euro) und Steakhaus-Pommes (3,00 Euro) wurde insgesamt für 37,30 Euro serviert. Top-Fleisch auf den Punkt medium, jeden Euro und jeden Cent wert. Die Steakhaus-Pommes waren zwar sehr heiß, für unseren Geschmack hätten Sie aber noch eine gute Minute im siedenden Fett bleiben und etwas krosser werden können. Das Pfannengemüse hatte nicht nur Biss, sondern auch Geschmack. Genauso die Kräuterbutter, die neben Kräutern zu beinhalten auch sehr gut gewürzt und nicht hart war. Ideale Konsistenz zur Bildung einer wahren Geschmackseinheit mit dem Filet. Die Portion Majonaise, die wir nachbestellten, schlug sich mit 50 Cent auf den Rechnungsbetrag nieder.

Als Dessert bestellten wir – aus reiner Neugierde – „Bananensplitt im Glas“ (6,00 Euro) und bekamen ihn auch. Bananenscheiben mit Joghurt, Eis, Sahne, Gebäck und Schokosoße konnten aus einem Glas gelöffelt werden. Deshalb wurde neben einem normalen Kaffeelöffel auch ein langstieliger Dessertlöffel gereicht. Alles gut und lecker! Wer es bei der Nachspeise „normaler oder stilvoller“ will, bekommt im Smedien aber auch beispielsweise eine sehr schmackhafte „Creme Brulee“ für sehr preiswerte 5,50 Euro.

Die Gastro-Flasche Gerolsteiner Mineralwasser wurde mit 5,90 Euro und die Ein-Liter-Flasche 2016 Grauer Burgunder aus dem Weingut Peter Briem aus Wasenweiler (Baden / Kaiserstuhl) mit 25,90 Euro berechnet. Preislich völlig im normalen Bereich. Der trockene Wein passte sehr gut zum Hauptgang und zeigte sich im gedämpften Licht des Smedien Strohgelb bis Goldgelb, duftete vorherrschend nach Mandelblüte und Aprikose und war leicht ölig am Gaumen wegen seiner nicht dominierenden Säure. Ausdrucksstark und kräftig, aber nicht zu wuchtig.

Das Steakhaus Smedien begeisterte uns von der Qualität des Essens, von der Aufmerksamkeit des Servicepersonals als auch vom Preis-Leistungsverhältnis. Hier stimmte alles, trotz des eingeschränkten Angebotes. Wie das Testessen wohl verlaufen wäre, hätten wir die volle Auswahl gehabt? So ist das Ergebnis aber auch schon nicht zu toppen: Wir vergeben fünf von fünf möglichen Lecker-r und empfehlen das Smedien hiermit gern für einen eigenen Besuch!

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