Testessen: Italien in Wolfenbüttel – Das Vinum Italicum

11. Juni 2019 von
Der zweite Hauptgang: Rindersteak aus der italienischen Küche des Vinum Italicum. Fotos: Marc Angerstein

Wolfenbüttel. In Italien ist das Abendessen traditionell die Hauptmahlzeit, die aus einer Vorspeise, zwei Hauptgängen und einem Dessert besteht. Das Dessert haben wir weggelassen, aber Vorspeise und zwei Hauptgänge waren schon drin.

Wir von der regionalKulinarisch.de-Redaktion waren ja schon häufiger in Wolfenbüttel italienisch essen und haben bereits mehrfach über die Kulinarik von Da Giovanni (Harzstraße 20) oder über das Piccolo da Angelo (Ernst-Moritz-Arndt-Straße 71) berichtet. Nun waren wir seit langem mal wieder im Ristorante „Vinum italicum“ und stellten fest – die hohe Qualität und das gute, angemessene Preis-Leistungsverhältnis sind dort immer noch zu finden. Alfio Fichera bereitet seine Speisen mit Leidenschaft, Kreativität und Liebe zum Detail zu und das schmeckt der Genießer. Zusammen mit seiner Ehefrau Saida Fichera, die ihre Gäste im Restaurant und im Bistro verwöhnt, betreiben beide erfolgreich bereits seit mehr als 15 Jahren am Standort Schiffwall in Wolfenbüttel das Restaurant mit angrenzendem Wein- und Spezialitätenhandel. Das Kochen erlernte Alfio von seinen sizilianischen Vorfahren, seiner Mutter und seinem Großvater. Die Inspirationen für seine heutigen Gerichte holt sich Alfio jedoch aus allen Facetten der mediterranen Küche, immer inszeniert mit saisonalen und regionalen Zutaten. Er entwickelt täglich neue Speisenkombinationen, weshalb auch keine feste Speisenkarte angeboten wird. Stattdessen werden wöchentlich oder auch täglich wechselnde Gerichte mit frischen Zutaten serviert.

So mussten auch wir uns wieder einmal überraschen lassen, was auf der Karte steht: Sechs Vorspeisen, drei Pastagerichte, drei Fischgerichte, zwei Fleischgerichte und drei Dessert sowie eine Käsevariation. Das Ambiente bei weitem nicht so gut, wie die Küche, aber in sich stimmig.

Brot mit hochwertigem Olivenöl und süßem Balsamico und Gewürzen vorweg.

Grün, weiß, rot. Italien auf dem Teller, wenn auch farblich nicht in der korrekten Reihenfolge. Egal, weil das weiß ohnehin eine gelbe Fleischtomate war. Oder die Burrata zwischen grün und rot werten. Auch egal, denn auf den Geschmack kommt es an. „Burrata mit Tomatenvariationen und Basilikum“, sehr lecker angemacht mit Olivenöl, Salz und Pfeffer aus der Mühle. Der Preis: 9,50 Euro.

Die Busiata, wirklich bissfest gekocht, wie es sein soll. Typisch Italien: „Busiata à Muricà mit Sallsicca“. Die pikante italienische Wurst, die Deutsche oft an eine grobe Bratwurst erinnert, war gut gewürzt und geschnitten in einer fruchtigen Tomatensauce serviert. Spannend und selten auf Speisekarten zu finden. Der Preis: 13,50 Euro.

Der zweite Hauptgang „Limousin Rindersteak (400 Gramm) vom Grill mit italienischen Grillgemüse und darin angeschmorten Kartoffeln. Das Fleisch auf den Punkt und hochwertig, geschmacklich einwandfrei. Von der Konsistenz einem Rinderfilet schon sehr nahe. Vom Preis her nicht. Wirklich erschwingliche 28,50 Euro.

Gute, auch offene Weine, Stoffservietten draußen und zusätzlich weiße Tischwäsche drinnen. Kaffee und Wasser zu normalen Preisen. Eine sehr freundliche und aufmerksame Bedienung, die den positiven Gesamteindruck abrundet: Ein Deutscher, der vom Charme aber auch als echter Italiener durchgegangen wäre. Authentisch. Alles in allem sehr gut und von unserer Redaktion mit 4,6 Punkten bewertet. Keine 5,0 und trotzdem eine ernstgemeinte Empfehlung mit fünf-Lecker-r. Unsere Redaktion war wieder begeistert und Sie werden es bei Ihrem Besuch sehr wahrscheinlich auch sein.

Testessen: Das Piccolo – klein aber fein

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