So beginnt das neue Jahr in der Region kulinarisch

31. Dezember 2017 von
Die Region feiert und es wird ordentlich aufgetischt. Alle Symbolbilder: Pixabay

Region. Auch in unserer Region Braunschweiger Land wird der Jahreswechsel begangen. Gefeiert wird der Abschied vom alten Jahr sehr unterschiedlich, mal mit und mal ohne Feuerwerk, auf Großveranstaltungen oder zuhause im engsten Kreis von Familie oder Verwandten. Aber eines haben alle Silvesterfeiern gemeinsam: Es wird gut, viel und häufig traditionell gegessen.

Bei Riesenevents, wie alljährlich am Brandenburger Tor in Berlin, müssen sich die Besucher häufig in lange Schlangen stellen und bekommen mit etwas Glück dann irgendwann eine Champignonpfanne oder eine Bratwurst im Brötchen mit Senf oder Ketchup. Das ist nicht jedermanns Sache.

In den eigenen vier Wänden gibt es häufig Raclette ohne irgendwelche Rezeptanleitungen. Das ist das Schöne daran: In den kleinen Pfännchen kann der Genießer frei nach Belieben und persönlichem Geschmack alles zubereiten, was er mag oder was der Kühlschrank so her gibt. Das Internet ist voll mit Tipps und Zutatenlisten für Raclettes der unterschiedlichsten Variationen, häufig aber – wie auf unserem Bild – sehr fleischlastig.

Mit der Kalenderreform des Gregorianischen Kalender 1582 wurde der letzte Tag des Jahres vom 24. auf den 31. Dezember verlegt. Papst Silvester starb an diesem Tag des Jahres 355 und war somit Namensgeber dieses Tages. Damals wurden ganz andere Speisen zubereitet und gereicht, als heute. Und auch im Mittelalter wurde der Jahreswechsel durchweg deftig begangen.


In der modernen Neuzeit gehört der Silvesterkarpfen in vielen Haushalten zu den schon traditionellen Silvesteressen. Eine Schuppe des Fisches im Portmonai soll Glück bringen. Genauso wie eine süß-sauer zubereitete Linsensuppe.


Pfannkuchen, Krapfen und Berliner schmecken nicht nur zur Karnevals- und Faschingzeit. Gerade zu Silvester gibt es auf diese Produkte einen wahren Run. Gefüllt sind sie traditionell mit Pflaumenmus oder Marmelade. Scherzkekse bestellen beim Bäcker ihres Vertrauens auch immer einen mit Senf gefüllten Sideteig. Moderne Variationen sind mit Eierlikör oder Nuss-Nougatcreme gefüllt.

Ein traditionelles Silvesteressen ist auch der Heringssalat, rot (wegen Roter Beete) oder weiß, dazu dann gern Toastbrot oder Baguette – und das nicht erst Neujahr zum „Karterfrühstück“. Vielerorts gibt es auch Würtchen mit Kartoffelsalat mit Senf oder Ketchup. Das gehört bei vielen Familien nicht Heiligabend, sondern Silvester auf den Tisch.


Eine Tradition eint aber fast alle: Das Anstoßen und Zuprosten um Mitternacht mit Sekt oder Champagner. Auch die Redaktion von regionalKulinarisch.de wünscht allen Lesern ein frohes, neues und genussvolles Jahr 2018!

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