Kulinarisch eingekauft

Qualitätsgeprüfte Weinmenge gestiegen

In Deutschland müssen alle Qualitäts- und Prädikatsweine eine sensorische, analytische und bezeichnungsrechtliche Prüfung durchlaufen, bevor sie als solche in den Handel gebracht werden dürfen.

von Marc Angerstein


Weine im Handel durchlaufen vorher eine sensorische, analytische und bezeichnungsrechtliche Prüfung. Foto: Marc Angerstein

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05.02.2020

Region. Diese Meldung des Deutschen Weininstituts (DWI) dürfte die Weinliebhaber hier zwischen Harz und Heide interessieren: Nach dem ertragreichen 2018er Jahrgang durchliefen im vergangenen Jahr 7,6 Millionen Hektoliter Wein erfolgreich die amtliche Qualitätsweinprüfung. Dies entspricht einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtmenge hat damit wieder das Niveau des Jahres 2017 erreicht.

Weißweine machten 64 Prozent der deutschen Qualitäts- und Prädikatsweinproduktion aus. Ihr Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt gestiegen. Rotweine nahmen noch 24 Prozent der Produktion ein (- 1 %) und Roséweine unverändert 12 Prozent.

Der Anteil trockener Weine bewegte sich 2019 mit 48 Prozent auf konstant hohem Niveau. Die übrigen qualitätsgeprüften Weine wurden zu 20 Prozent halbtrocken, 27 Prozent lieblich und zu vier Prozent in der süßen Geschmacksrichtung abgefüllt.

In Deutschland müssen alle Qualitäts- und Prädikatsweine eine sensorische, analytische und bezeichnungsrechtliche Prüfung durchlaufen, bevor sie als solche in Verkehr gebracht werden dürfen. Erst wenn alle erforderlichen Bedingungen erfüllt sind, erhalten sie eine amtliche Prüfnummer (AP-Nr.), die auf dem Etikett anzugeben ist. Diese Qualitätsprüfung durchlaufen jährlich durchschnittlich 88 Prozent aller deutschen Weine. Der verbleibende Anteil wird beispielsweise als Landwein vermarktet oder für die Sektbereitung verwendet.


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