Preis entscheidend – aber Genuss spielt wieder größere Rolle

18. September 2019 von
Deutsche Markenbutter. Foto: Marc Angerstein

Region. Auch Verbraucher hier zwischen Harz und Heide wollen heute nicht einfach „nur Lebensmittel“ kaufen. Viele Bundesbürger fordern zugleich eine regionale Erzeugung, die Beachtung nachhaltiger Erzeugungskriterien oder höhere Tierwohlkriterien ein. Marktbeobachter dagegen stellen einen noch deutlicher erkennbaren Einflussfaktor fest: den Preis.

Dies haben Beobachtungen der Bonner Markt Agrarmarkt Informations-Gesellschaft ergeben, wie der Landvolk-Pressedienst mitteilt. Die Kurve für Butterpreise belegt für die zurückliegenden Monate recht erhebliche Schwankungen. In den Jahren 2017 und 2018 erreichte der Preis für das 250-Gramm-Stück Butter im Lebensmitteleinzelhandel jeweils die Höhe von mehr als zwei Euro, es folgte ein rasanter Abwärtstrend. Aktuell melden die Bonner Marktbeobachter einen Preis von 1,29 Euro für das Stück Butter mit 250 Gramm.

Gleichwohl spielt der Genuss bei den Verbrauchern wieder eine größere Rolle. Sie fragen Produkte mit höheren Fettgehalten wieder stärker nach. Davon profitieren neben der Butternachfrage auch Sahne oder Käse mit den entsprechenden Fettstufen. Auf der anderen Seite spielen eiweißhaltige Milchprodukte eine große Rolle. So konnte sich das ursprünglich aus Island stammende Skyr, ein Quark mit hohem Eiweißgehalt, auf dem deutschen Markt etablieren. Daneben profitierten im Jahresablauf Frischprodukte in den heißen Sommerwochen von einer stärkeren Nachfrage, während sich aktuell bereits die Advents- und Weihnachtsbäckerei mit einer höheren Nachfrage nach Fett bemerkbar macht.

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