Dürüm? Warum? Darum!

13. September 2017 von
Dürüm in Alu-Folie auf weißem Porzellan-Teller? Ja, auch Fastfood kann kulinarisch. Foto: Marc Angerstein

Region. Immer öfter stutzen Kulinariker in unserer Region, wenn sie überwiegend junge Menschen mit Rollen aus Alu-Folie sehen, in die sie hineinbeißen. Was ist das wohl – und schmeckt das überhaupt?

Es sind wirklich Rollen. Teigrollen, mit Alu-Folie umwickelt, sie geben der Speise den nötigen Halt. Denn die „Dürüm“ genannten Rollen sind eine Art Wrap aus dünn gebackenen Fladenbrotteig, die sich ohne die Alu-Folie wieder entrollen würden. Dürüm entstammt der türkischen Küche, und der der Name bedeutet übersetzt auch „Rolle“. Und obwohl dieses Gericht dem Genre „Fastfood“ zugeordnet werden kann, enthält es leckere, frische und überwiegend gesunde Zutaten: Gemischten und geschnetzelten Salat, Tomaten, Zwiebel, Schnittfleisch (je nach Angebot Kalb, Rind oder Pute) und Soße, manchmal auch mehrere Soßen.

„Dürüm mit alles!“ Auch mit Flecken

„Dürüm mit alles“, hört der aufmerksame Beobachter in entsprechenden Imbiss-Einrichtungen. „Scharf?“ Diese Rückfrage gilt dann häufig als vorprogrammiert. Südländer essen ohnehin scharf, für deutsche  Essgewohnheiten oft zu scharf. Dieses „alles“ sorgt meist für Volumen der Rolle, die dann mit zwei Händen zum Mund geführt wird. Doch das führt oft zu ungewollten Flecken auf der Oberbekleidung der Genießer. Denn eines ist die Alu-Folien-Rolle nicht: richtig dicht.

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