Die neuesten Grilltrends der aktuellen Saison

26. April 2018 von
Susanne Röder verrät die neuesten Trends zur aktuellen Grillsaison. Fotos: Andreas Molau

Region. Das Wetter wird am Wochenende wieder besser und die Grills in unserer Region haben wieder Hochkonjunktur. regionalKulinarisch.de hat deshalb zwei Experten befragt, welche Grill-Trends gerade auszumachen sind. Susanne Röder vom Röber Gourmetmarkt und Jörn Zeisbrich von Barrique. Beide sind in Wolfenbüttel ansässig.

Das letzte Wochenende hatte es temperaturmäßig in sich. Der April war schon gefühlt ein August. Und wo es ein freies Plätzchen gab in der Region, wurde gegrillt. Wer am Samstag noch Grillgut besorgen wollte, stand nicht selten vor leeren Theken. Selbst abgepacktes Grillfleisch, das keinen wirklichen Grillgenuss verspricht, war oft bereits ausverkauft. Susanne Röder vom Röber Gourmetmarkt in Wolfenbüttel rät deshalb, sich rechtzeitig mit Zutaten zu versorgen. »Bei jedem Fleischer kann man sein Grillfleisch und Bratwürste ja auch schon vorbestellen«, rät sie für ihre Zunft. Das lohnt sich auf Fälle, denn die Meteorologen prognostizieren ab dem kommenden Wochenende wieder steigende Temperaturen und damit die Möglichkeit, mit Freunden oder der Familie die Zeit im Freien zu verbringen. Die Klassiker, wie Nackensteak und Bratwurst seien natürlich nach wie vor sehr geschätzt, erzählt Susanne Röder. Ihr Betrieb ist die älteste Fleischerei Niedersachsens. Im letzten Jahr feierte man am Kornmarkt sozusagen die 190. Grillsaison. Richtig beliebt sei das Grillen aber besonders in den letzten Jahrzehnten geworden. 

Der Trend geht zum Außergewöhnlichen

Gefragt, welche Trends sie in dieser noch jungen Grillsaison ausmache, antwortet Susanne Röder ohne Zögern: »Ich höre auch von Kollegen in Braunschweig, dass der Trend zu außergewöhnlicheren Sachen geht. Hähnchen ist zum Beispiel sehr beliebt«, erklärt sie. So gehe etwa ein Hähnchenspieß mit Mozzarella und Tomaten sehr gut. Auch die Hähnchen-Oberkeule eigne sich sehr gut zum Grillen. »Die Knochen sind hier schon ausgelöst. Die gewürzten Schenkel kann man auf die Hautseite legen und knusprig grillen«, erklärt sie. Wer das Besondere liebt, könne sich an Flanksteaks versuchen. Wichtig sei dabei, das Fleisch vor dem Grillen etwa eine halbe Stunde aus dem Kühlschrank zu nehmen. Nach dem scharfen Anbraten müsse man vor allem darauf achten, dass das große Fleischstück, bei indirekter, niedriger Hitze noch gute zehn Minuten zieht. »Danach muss es noch mal in Alufolie eingelegt werden und erneut fünf Minuten ruhen. Schließlich kann es dann aufgeschnitten werden.«, rät Susanne Röder. Besonders empfehlen kann sie das Flanksteak vom schottischen Ochsen. Mit einem Bratenthermometer solle man den Garzustand überprüfen, damit das Fleisch nicht zu trocken werde. »Es ist fein marmoriert und stark im Geschmack«, verrät sie.

Wein als Alternative zum Bier beim Grillen.

Warum kein Wein?

Mit dem richtigen Grillgut ausgerüstet, braucht man neben dem passenden Brot auch noch die Getränke. Jörn Zeisbrich von Barrique Wolfenbüttel empfiehlt, einmal einen Wein zum Grillen zu probieren. »Natürlich schmeckt ein kühles Bier immer gut zu Gegrilltem. Aber auch Sommerweine sind perfekte Begleiter«, so Zeisbrich. Er holt aus dem Regal einen italienischen Rosato, der bereits die Aussicht auf den Sommer gebe. »Hier können wir schon frische Erdbeeren riechen und schmecken. Gut gekühlt schmeckt das beim Grillfest besonders lecker«, so der Wein- und Feinkosthändler. Aber auch einen Roten könne man mal probieren. »Ich kenne viele Kunden, die auch einen leichteren Rotwein durchaus gekühlt trinken«, berichtet er. Er schenkt einen Merlot aus dem Veneto aus, der genau in diese Richtung geht: leichte, fast frische Noten, ohne dabei leer zu sein. Ob Bier oder Wein, Flanksteak oder Nackensteak. Eines ist klar: Grillen ist in jeder Variante ein genussvolles Erlebnis.

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