Beeren gelten als Superfood

19. Juli 2019 von
Beeren gelten als Superfood. Foto: Pixabay

Region. Klein, gesund und schnell genascht – Beeren, ganz gleich mit welcher Vorsilbe, bleiben als Trendobst im Boom. Sie gelten als echtes Superfood. Seit Mitte Juni verführen die Früchte in weiß, grün, rot oder blau Feinschmecker in unserer Region. Besonders Blaubeeren und Himbeeren stehen in der Gunst des Verbrauchers ganz oben. Sie werden gerne konsumiert und auch vermehrt angebaut, teilt der Landesbauernverband mit.

Strauchbeeren, wie Him-, Johannis-, Stachel-, Brom- oder Heidelbeeren, erleben eine große Nachfrage. 2018 verzehrten die deutschen Bürger frische Beeren mit einem Umsatzvolumen von 1,2 Mrd. Euro. Nur die Bewohner des Vereinigten Königreiches gaben mit fast 1,5 Mrd. Euro noch mehr für frische Beeren aus. In der Gunst ganz oben steht die Heidelbeere, bei uns in Niedersachsen auch Blau- oder Bickbeere genannt. Zwei Drittel aller deutschen Heidelbeeren wachsen in Niedersachsen. 2018 ernteten 162 niedersächsische Betriebe fast 8.500 Tonnen (t) Heidelbeeren, deutschlandweit waren es über 12.700 t. Damit die große Nachfrage befriedigt werden kann, steigt die Anbaufläche seit 2012 stetig, in Niedersachen auf 1.921 Hektar im Jahr 2018. Doch der Boom hat auch seine Schattenseite. Werbewochen des Lebensmitteleinzelhandels belebten im Frühjahr eine Rekordnachfrage nach den kalorienarmen Superfrüchten mit den vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Doch zu dem Zeitpunkt kamen die Früchte von riesigen Anbauflächen in Südeuropa. „Dort gab es eine Rekordernte, aber der Preis war ganz mies. Es hat uns geschmerzt, dass die Kollegen so wenig für ihre Beeren bekamen. Diese Preise waren bei weitem nicht kostendeckend“, meint dazu Heiner Husmann vom Bund der Deutschen Heidelbeeranbauer.

Für die aktuelle Ernte in Deutschland sieht er keinen Grund zur Sorge, aber auch keinen Rekord. Die Trockenheit des vergangenen Sommers ist auf den Plantagen noch sichtbar. Je nach Standort gibt es Lücken. Die Anbauer ernten süße Früchte in sehr guter Qualität. „Doch wir brauchen Regen“, schildert Husmann. Anfang Juli wurde die Heidelbeersaison offiziell eröffnet, größere Mengen Heidelbeeren wurden bereits über den Einzelhandel vermarktet. Aktuell beginnt in den Heidelbeerplantagen die Selbstpflücke. An den mannshohen Sträuchern ist dies für alle Generationen ein großer Spaß, ganz nach dem Motto: „Drei ins Körbchen, zwei in den Mund!“ Und danach locken im Blaubeer-Café leckere Beeren als Torte, Kuchen oder Milchshake. Adressen gibt es hier.

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