Kulinarisch zubereitet

Die Martinsgans: Am Sonntag oder Montag?

von Marc Angerstein


In sechs Schritten zum leckeren Gänsebraten. Foto: Pixabay
Zum Martinstag in vielen Familien Tradition: Der Gänsebraten. Foto: Pixabay Foto: Pixabay

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07.11.2019



Region. Der Martinstag steht an: Am 11. November ist es soweit, und auf viele Tische in Niedersachsen kommt die berühmte Martins-Gans. Da der Martinstag in diesem Jahr aber auf einen Montag fällt, wird wohl schon in vielen Haushalten am Tag davor, am Sonntag der Ofen hoch geheizt werden.

Viele Legenden und Erzählungen gibt es rund um den Brauch der Martinsgans – was der Wahrheit entspricht, vermag heutzutage keiner zu sagen. Fest steht aber die Tatsache, dass die Gans in der Zeit von November bis Weihnachten Hochkonjunktur in Niedersachsen hat.

Das Internet ist voll mit Rezepten für Gänsebraten in allen Varianten. Gänse kommen auf den Teller, weil es die Gänse gewesen sein sollen, die den heiligen Martin verrieten, als dieser sich im Stall versteckte, um nicht Bischof werden zu müssen. Die Gänse büßen sozusagen symbolisch für den Verrat ihrer Vorfahren. Weiterhin soll der jahrhundertealte Brauch des Martingans-Essens am 11. November das Ende des Landwirtschaftsjahres symbolisieren: Zum Abschluss des bäuerlichen Jahres wechselten oft Mägde und Knechte ihre Arbeitsstellen und wurden von ihren Gutsherren mit einer Gans zum Abschied beschenkt. Schließlich beginnt mit dem Martins-Tag die sechswöchige Fastenzeit bis Weihnachten – und zum Abschluss dieser Karenzzeit kommt dann die Weihnachtsgans auf den Tisch.


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