Der Mythos um den Kaffee

2. Dezember 2015 von

Wenn es um das Thema Kaffee geht, dann ranken sich um das Getränk viele Mythen und Legenden. Kaffee ist ungesund und macht süchtig. Aber auch, dass Kaffee das Leben verlängert, heißt es – ein Umstand, der – wenn er denn zuträfe – zu schön wäre, um wahr zu sein. Amerikanische Ernährungswissenschaftler sind diesem Mythos nun einmal auf den Grund gegangen. Mit einem spannenden Ergebnis.

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Ist Kaffee ungesund?

Kaffee ist ungesund! Bis heute hält sich dieser Mythos im Bewusstsein der Menschen. Stimmt es denn aber auch? Der schwedische König Karl Gustav III. wollte es genau wissen und führte das in die Geschichte eingegangene „Kaffee-Experiment“ (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ernaehrung-die-wunderbohne-a-399983.html)  durch.: Zwei zum Tode verurteilte Zwillinge mussten jeweils viel Tee bzw. Kaffee trinken. Der König wollte damit herausfinden, was schädlicher sei. Weder der König, noch die beiden zur Beaufsichtigung des Experiments beauftragten Mediziner erfuhren je das Ergebnis: Der König wurde auf einem Maskenball im Jahr 1792 ermordet und auch die Mediziner starben vor den Zwillingen. Angeblich, so sagt die Geschichte, lebte der Kaffeetrinker länger. Ein Mythos, der jedoch schnell in Vergessenheit geriet.

Viel länger konnte sich die Behauptung halten, dass Kaffee nicht gesund sei. Kaum ein Lebensmittel ist aber in den vergangenen Jahren so intensiv erforscht worden wie der Kaffee. In den unzähligen Studien konnte nicht einmal der Beweis erbracht werden, dass Kaffeegenuss eine schädliche Wirkung habe.

Länger leben dank Kaffee

Wenn es zutrifft, dass der Kaffee trinkende Zwilling im Experiment König Karl Gustav III. länger lebte als sein Tee trinkender Zwilling, muss das nicht unbedingt ein Zufall gewesen sein. Was das Kaffee-Experiment nicht schlüssig beweisen konnte, haben Forscher der Harvard University in jüngster Vergangenheit unter die Lupe genommen. Kaffee kann sogar lebensverlängert wirken http://www.dgn.org/images/red_pressemitteilungen/2014/140324_Kaffee_und_Schlaganfallrisiko_final.pdf  . Insbesondere frühe Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen , Diabetes oder neurologisches Leiden kämen bei Kaffee-Trinkern seltener vor.

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Diese positiven Effekte, so die Studie, scheinen aber weniger mit den stimulierenden Stoffen als mit anderen Inhaltsstoffen zusammenzuhängen. Allerdings ist diese Studie nicht ganz unumstritten. Andere Forscher warnen davor, Erkenntnisse aus solchen Ernährungsstudien überzubewerten. Allgemeingültige Aussagen ließen sich daraus nicht ableiten.

Die Daten der Harvard-Studie stammen aus einem Zeitraum von über 30 Jahren, in denen die Ernährungsgewohnheiten von über 200.000 medizinischen Angestellten erfragt wurden. Rund 30.000 Menschen starben in diesem Zeitraum.

Macht Kaffee süchtig?

Geht es um die Warnungen vor überhöhten Kaffeegenuss, dann hört man immer wieder, dass Kaffee süchtig mache. Da könnte was dran sein. Durch die leistungssteigernde Wirkung des Koffeins kann ein plötzlicher Entzug zu Symptomen wie Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen führen. Diese Nebenwirkungen halten allerdings nur kurz an. Eine süchtig machende Droge ist Kaffee daher nicht.

Kaffee wird auch in den kommenden Jahren zu einem Getränk gehören, um das sich manche Mythen ranken werden. Wer sich für weitere kuriose Geschichten oder interessante Nachrichten rund um das Getränk interessiert, dem sei die Seite Kaffee Partner (http://www.kaffee-partner-blog.de) ans Herz gelegt.

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